Die Gesichter der Angst


Etwa jeder 10. Mensch hat Ängste, die das Leben einschränken und die Lebensqualität beeinträchtigen. Dazu gehören

  • Angst vor spezifischen Situationen: z.B. Angst vor Hunden, Höhenangst, Flugangst, Angst vor bestimmten Situationen (Sprechen, Essen, Allein sein, Menschenansammlungen, Angst Fehler zu machen) etc Diese Ängste sind gekennzeichnet durch übermäßige körperliche Unruhe und Anspannung, kombiniert mit belastenden, negativen Gedanken.
  • Panikstörung ("Angst vor der Angst"):  Äußert sich durch wiederkehrende, unerwartet auftretende Panikattacken (Angstanfälle), die durch eine Reihe von körperlichen Symptomen begleitet sind. Wie z.B.  starkes Herzklopfen, Druck auf der Brust, Schwitzen, Schwindel, Zittern, Kurzatmigkeit und andere Symptome auf, die oft so intensiv erlebt werden, dass die Angst vor einem Herzinfarkt oder ohnmächtig zu werden vorhanden ist (Todesangst). Oft wird dann der Notarzt gerufen, wobei jedoch meist bereits das Eintreffen des Arztes zu einer Beruhigung führt und die Untersuchung im Allgemeinen keine körperliche Erkrankung ergibt.
  • Generalisierte Angst: Hier herrscht eine erhöhte Grundspannung vor, man hat Angst, dass den Kindern/dem Partner etwas passiert. Die ständige Sorge steht hier im Mittelpunkt.

Therapieformen bei Angst und Panik

Als Therapie der Wahl gilt die kognitive Verhaltenstherapie. In Kombination mit z.B. Entspannungsverfahren, wie der progressiven Muskelentspannung, achtsamkeitsbasierten Übungen, evtl. Akupunktur, etc. sind diese Erkrankungen gut therapierbar. Allerdings setzt es die Bereitschaft des Patienten voraus, sich aktiv in den Therapieprozess einzubringen und sich seinen Ängsten zu stellen. Dies geschieht meist dadurch, dass man bestimmte Situationen aufarbeitet, sich leichteren, angstauslösenden Situationen (zusammen mit dem Therapeuten) stellt, dadurch erlebt, dass Angst auch wieder verlernt werden kann. Meist ist es sinnvoll, auch das Selbstvertrauen zu stärken.